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Nagel

Drive-By Shots

Nagel bekommt in Vancouver auf der Straße eine Kamera geschenkt, lässt in Los Angeles seine Wertsachen auf dem Dach des Mietwagens liegen, stolpert durch verwaiste Ortschaften in Thüringen oder im Monsunregen durchs nächtliche Yangon, reist mit Tuvia Tenenbom durchs Westjordanland, ertrinkt fast im Indischen Ozean. Oft genug wird es eng, ab und an richtig gefährlich, aber die Luft geht ihm bei seinen globalen Erkundungen nie aus.
Im Selbstversuch und mit Kamera beobachtet Nagel, wie ihm die Anpassung an unterschiedliche Umgebungen gelingt. Hält der mehr oder weniger weit entfernte Ort, was man sich von ihm versprochen hat? Was sind in einer von Google Earth und Lonely Planet perfekt ausgeleuchteten Welt überhaupt noch eigene Erfahrungen? Lässt man sich auf Reisen noch überraschen oder will man eigentlich nur bestimmte Vorstellungen bestätigt sehen?
Das Resultat dieser Selbst- wie Fremdbefragung ist eine Reiseliteratur der ganz eigenen Art. Mit aus der Hüfte geschossenen Bildern und den dazugehörigen Anekdoten zoomt er in diese und andere Geschichten hinein, lässt uns an seinen besten Momenten und größten Niederlagen teilhaben, uns lachen, erschaudern oder auch einfach mal zappeln. Bei den Lesungen werden die Schnappschüsse von links und rechts des Wegesrandes an die Wand geworfen und dort aufs Genüsslichste seziert. Und mit wahnsinnig viel Charme, natürlich.

Thorsten Nagelschmidt, besser bekannt als Nagel, ist Autor, Musiker und Künstler. Er wuchs im Münsterland auf und lebt in Berlin und Hamburg. Bis 2009 war er Sänger, Texter und Gitarrist der Band Muff Potter. Sein literarisches Debüt „Wo die wilden Maden graben“ erschien 2007. Das dazugehörige Hörbuch wurde von Farin Urlaub, Axel Prahl und Nagel eingelesen. 2010 erschien sein zweiter Roman „Was kostet die Welt“ bei Heyne, beim Label Audiolith erschien eine musikalische Umsetzung des Romans. Mit seiner Linoldruckserie „Raucher“ hatte er die letzten Jahre zahlreiche Ausstellungen und auch ein neues Album als „Nagel“ ist in Planung. „Drive-By Shots“ ist seine dritte Buchveröffentlichung.

„Music, photography, literature, art... Nagel can do it all. It makes me sick“ (John Niven)

 

Bibliografie

  • Wo die wilden Maden graben, Ventil Verlag 2007
  • Was kostet die Welt, Heyne Verlag 2010
  • Drive-By Shots - Story und Fotos, Ventil Verlag 2015

Pressestimmen

zu „Was kostet die Welt“:

„Bitterböse und mit dem nötigen Weltekel und dem großen Mittelfinger erzählt.“ (ARD-Morgenmagazin)

„Was kostet die Welt ist eine Reise in die scheinbare Normalität; in eine Welt, die sich dem Protagonisten mit guten Gründen im Verlauf als immer fremder und ferner offenbart. Nagel ist eine unterhaltsame, intelligente, mitunter wahnsinnig komische und glücklicherweise nie hämische Geschichte gelungen.“ (Jan Müller, Tocotronic)

„Vergiss New York, vergiss Damaskus, vergiss Billigflüge und die Erlösung, Punk- und Popliteratur sowieso – hier kommt die Mosel. Kann mich nicht erinnern, wann in deutscher Sprache das Ist zuletzt schärfer seziert wurde. Die Sprachbilder sind genauso lässig wie entlarvend, die Handlung ist genauso einnehmend wie fatal. Nagel macht dich fertig, und gerade das liest sich wunderschön.“ (Linus Volkmann)

„Yippie Yippie Yeah, endlich feinsinniger Krawall und Remmidemmi in der Literatur.“ (Hilmar Bender)

„Der Fremdenverkehrsverband Mosel wird dieses Buch wohl eher nicht in seine Liste empfehlenswerter Reiseliteratur aufnehmen. Dafür nehme ich es in meine Liste ´Die besten Bücher übers Scheitern´. Das hier hat ein großes Herz und dabei doch die Faust in der Tasche, spricht Dinge aus, die man sich selbst nicht sagen traut, ist schonungslos, wahnwitzig und einnehmend - und das alles in geschliffener Sprache und einem perfekten Rhythmus.“ (Markus Kavka)

„Was kostet die Welt steigert sich an Intensität von Seite zu Seite, um schliesslich in einer besoffenen Katharsis zu enden. Dieses Buch zu lesen, ist ein bisschen so wie Achterbahn fahren. Man will nicht, dass der Abgrund sich vor einem auftut, freut sich aber irgendwie doch darauf, dass es gleich passiert.“ (Mille Petrozza, Kreator)